Die Rettung

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Nur 14 Seemeilen von der Titanic entfernt befand sich das Schiff "Californian". Doch der Funker lag zur Zeit des Notrufes im Tiefschlaf, und der Kapitän behauptete die Notraketen der Titanic für Sternschnuppen gehalten zu haben.
Die "Frankfurt" hörte den Notruf zuerst, war jedoch mit 150 Seemeilen zu weit von der Unglückstelle entfernt. So war die 58 Seemeilen entfernte "Carpathia" das erste Schiff, daß um 4:10 Uhr, zwei Stunden nach dem Untergang der Titanic, die die rund 705 Überlebenden der Katastrophe an Bord nahm.
Beesley über den Moment der Rettung (er Befand sich in Rettungsboot Nummer 13):"Etwa um 3:30 Uhr, so gut ich es schätzen kann, lenkte jemand im Bug unsere Aufmerksamkeit auf einen schwachen Schein, weit fort im Südosten. Wir drehten uns alle um, und da war er tatsächlich, heraufziehend vom Horizont, wie der entfernte Strahl von einem Scheinwerfer eines Kriegsschiffes. Das schwache Glimmen verstärkte sich, dann erstarb das Licht wieder. [...] Es war eine Rakete der Carpathia, wie wir bald darauf erfahren sollten." Legenden bildeten sich um den Untergang der Titanic. Die Augenzeugen waren sich wohl einig über den Zeitpunkt des Unglücks sowie des entgültigen Untergangs des Schiffes. Doch gibt es unterschiedliche Meinungen über das Lied, daß die Bordkapelle bis zum Untergang unermüdlich gespielt hat. Viele Überlebende beharrten auf "Näher mein Gott zu Dir". Doch Juniorfunker Harold Bride erinnerte sich an die Hymne "Autumn".
Am Donnerstag erreichte die Carpathia um 20:30 Uhr mit den Überlebenden den New Yorker Hafen. Dort hatte sich das Unglück schon herumgesprochen und für die unterschiedlichsten Schlagzeilen gesorgt. Die Zeitungen beschrieben den Zusammenstoß mit dem Eisberg wie ein Horrorszenario: Menschen rannten in Panik umher, Ohrenbetäubend barst das Schiff in sich zusammen... Nach Beesleys Bericht entsprach nichts davon der Wahrheit.


 Das falt Boot D, kurz vor dem Anlegen an der Carpathia.

Stundenlang harrten die Menschen in Eiseskälte auf dem offenen Meer aus. Immer in der Hoffnung nach einem rettenden Schiff. Zwei Stunden später konnten die Überlebenden endlich aufatmen.


 Die Carpathia

Um 4:10 Uhr traf die Carpathia an der Unglücksstelle ein, und nahm die rund 705 Überlebenden der Katastrophe an Bord. 

Das warten hatte ein Ende. Schon von weitem konnten viele der Schiffbrüchigen die Carpathia sehen. Doch es dauerte bis in den Tag hinein, bis alle an Bord geholt werden konnten.

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Die Bilder sind © by Norman Fehling
© 2003 by Norman Fehling